Little French Songs – Carla Bruni

Little French Songs – Carla Bruni

Carla Bruni Cover Little French Songs(sc). Der menschliche Geist ist nicht glücklich, wenn er nicht vergleichen kann, sagt man. Nun, in diesem Fall bin ich ein Mann von einfachem Gemüt und ich muss mir den Schuh mit dem Vergleich anziehen. Beim Hören einer neuen CD fallen mir immer sofort sämtliche anderen Stücke, Musiker, Bands ein, von denen hier abgekupfert sein könnte. So auch bei Carla Brunis neuer Scheibe „Little French Songs„. Dabei geht es mir keineswegs darum, irgendjemanden schlecht zu machen oder gar wirklich des Abkupferns zu bezichtigen. Vielmehr möchte mein dem Neuen scheinbar unaufgeschlossener Geist sich einfach glücklich fühlen und Vergleiche anstellen können. Und bei „Little French Songs“ kann er das gut. Direkt bei „J’arrive à toi„, dem ersten Titel, kommt mir unweigerlich „Tarifa“ von Françoiz Breut in den Sinn. „Mon Raymond“ ist wohl genauso unbeliebt im Dorf, wie George Brassens mit seiner „[…]Mauvaise Réputation“ und beim dritten Song, „Prière„, denke ich sofort an „Jojo“ von Jacques Brel. Selbst an Darling Nils Koppbruch mit seinem „[…]Einzige[n] Lied“ denke ich bei eben diesem. Auf Brunis „Little French Songs“ ist der „Darling“ Lied Nummer sieben. Gleich hinter „Keith et Anita„, dem Lied von den beiden Hippies, was irgendwie an ein etwas schnelleres „Le Toi Du Moi“ erinnert, um bei den Vergleichen zu bleiben.

Letzteres stammt übrigens vom Album „Quelqu’un M’a Dit“ von Carla Bruni; ihr sehr gelungener Erstling. Bei „Liberté“ wiederum klingen ein wenig „Les Eaux de Mars“ von Georges Moustaki mit an. Letztendlich tut es aber nichts zur Sache, welche gewaltigen Brücken sich mein Geist da baut, nur um nicht vor gänzlich unbekanntem stehen zu müssen. Carla Bruni ist im Falle von „Little French Songs“ vor allem eins: Musikerin. Und eine äußerst gute obendrein. Und als solche bewegt sie sich selbstbewusst über ein weites Feld aus Folk, klassischem Pop und französischen Chansons und bricht zudem sogar in exotischere Country-Gefilde auf.

Die Erklärung gibt sie übrigens mit „Dolce Francia“ und dem Titelsong der Scheibe, „Little French Song„. Basierend auf ihrer Zuneigung zu Frankreich hat Carla Bruni ein Album aufgenommen, das sich nur zu gerne vor jenen großen Helden verneigt, die schon immer das Fundament ihrer Musik darstellten. Die französische Popkultur und all die ganzen Little French Songs, die sich darin finden lassen, haben sie sogar so sehr beeinflusst, dass genau das der Albumtitel werden musste: „Schließlich gibt es da so viel, auf das wir stolz sein können: Wir haben Brassens, Brel und Ferré; wir haben Boris Vian, Barbara, Gainsbourg, Trenet, Prévert, Kosma…“

Apropos, hat es eigentlich bei „Pas une dame“ schonmal jemand mit Zaz probiert?

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