Peter V. Brett – Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett – Das Lied der Dunkelheit

Buchcover: Peter V. Brett - Das Lied der DunkelheitManchmal gibt es gute Gründe, sich vor der Dunkelheit zu fürchten. Denn mit Einbruch der Dämmerung steigen die Dämonen aus dem Horc herauf und machen Jagd auf alle Lebewesen. Einzig magische Siegel, hinter denen sich die Menschen nachts verstecken, bieten eine Zuflucht und die Hoffnung auf den Erlöser, der laut den Fürsorgern eines Tages kommen wird und die Horclinge besiegen. Der elfjährige Arlen kann es nicht ertragen, dass seine Mutter vor seinen Augen bei einem Angriff der Dämonen fast ums Leben kommt, wärend sein Vater im Schutze der Siegel tatenlos zusieht.

Als die Mutter auf dem Weg zur nächsten Heilerin dann auch noch stirbt, ist es für Arlen vorbei. Er rennt seinem Vater davon und flüchtet in den Wald. Aber die Nächte dort sind alles andere als angenehm und auch wenn Arlen gut im Siegelzeichnen ist, hat er wenig Chancen, zu überleben. Letztendlich wird er allerdings vom Kurier Ragen aufgegriffen, der ihn bei sich aufnimmt und zum Bannzeichner ausbilden lässt.

Auch für die junge Leesha entwickelt sich das Leben anders als geplant. Eigentlich steht alles fest. Sie wird Gared heiraten und mit ihm und ihrer Kinderschar auf ewig in dem kleinen Holzfällerdorf leben. Allerdings prahlt Gared ein wenig zu früh damit, mit ihr geschlafen zu haben. So wird sie von den restlichen Dorfbewohnern geschnitten oder gar als Hure bezeichnet und auch sie flüchtet. Allerdings nur in ein selbstgewähltes Zölibat und zur Kräutersammlerin des Dorfes, der alten Bruna.

Rojer ist erst drei, als Dämonen seine Eltern umbringen. Eher widerwillig nimmt der Jongleur Arrik ihn bei sich auf und bildet ihn im Laufe der Jahre zu seinem Gehilfen aus. Da Rojer aber bei dem Dämonenangriff zwei Finger seiner rechten Hand eingebüßt hat, kann er nicht gut jonglieren. Dafür ist er ein begnadeter Fiedler. Als Rojer Achtfinger macht er sich rasch einen Namen und entdwckt eines Nachts einen seltsamen Nebeneffekt seiner Musik; er kann sich die Horclinge damit vom Leib halten.

Die Geschichten der drei sind eng miteinander verbunden. Sie alle kämpfen auf ihre Weise für Freiheit, für ihre eigene wie für die der Menschheit, die von den Dämonen befreit werden muss. Der ewige Kampf wurde nämlich schon einmal gewonnen. Die Erde war frei von finsteren Kreaturen, die allem nach dem Leben trachteten. Weil die Menschen vereint und mit ungeheurem magischen Wissen gegen sie kämpften. Arlen möchte dieses Wissen zurückerlangen und allen zugänglich machen. Dass sich die Wege unserer drei Helden kreuzen scheint unvermeidbar.

Peter V. Brett hat ein Fantasy Epos vom Range eines Herrn der Ringe erschaffen, liest man über ihn. Diese Meinung mag man nicht unbedingt teilen, aber es ist ein Epos. Und was für eins. Eindringlich, fantastisch, fesselnd, ein großartiger Abenteuerroman, ein Lied über Heldentum, mir gehen die Worte aus. Selten habe ich ein so spannendes Werk gelesen. Brett vertsteht es, uns mit Brillanz durch die Leben der drei zu führen, gleichzeitig Randfiguren so stark aufzubauen, dass sie im zweiten Band als Hauptfigur taugen und den Leser trotzdem den Faden nicht verlieren zu lassen.

Das Lied der Dunkelheit ist der perfekte Begleiter für lange Winterabende.

Heyne, Taschenbuch, 800 S. ISBN 978-3-453-52476-7, 15,00 €

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