Durwood Douché – Big, Banned and Blue

Durwood Douché – Big, Banned and Blue

Cd-Cover: Durwood Douché - Big, Banned and Blue

Das Schöne an Geschenktipps ist, dass sie absolut nicht aktuell sein müssen. Ich dachte immer, die CD, die ich heute vorstellen möchte, sei 10 Jahre alt, weil ich sie seit zehn Jahren habe. In Europa ist sie allerdings schon seit 1999 zu haben und das original ist wohl eigentlich noch einmal zwei Jahre älter, wobei die Grundidee und die erste Single schon 1979 erschien. Die Rede ist von „Big, Banned and Blue“, einer Jazz CD, die einfach schwer zu beschreiben ist, ohne in unsauberen Sprachgebrauch abzugleiten.

Doch zunächst zur Person: Richard G. „Dick“ Shreve alias Durwood Douché wurde 1928 Kansas City geboren und begeisterte sich schon früh für Musik. Im Jahr 1962 spielte er sogar zusammen mit seinem Idol Benny Goodman, den er auch auf seiner Japantournee ein Jahr später begleitete. Goodman selbst war angetan von Shreve und bot ihm an, in seiner Band zu spielen, aber der wollte in eine andere Richtung mit seiner Musik und eine Zusammenarbeit kam nie zustande.Seit den 1940ern schrieb Dick Shreve Musik. Schönen Jazz und schmutzige kleine Liedchen im Jazzgewand. Das erste davon veröffentlichte er er schließlich 1979 unter dem Pseudonym Durwood Douché als Single: “Why Me God (Everybody’s Fucking But Me)”. Das ist auch das erste Lied auf der CD, die dann 1999 in Europa erschien. Es handelt von einer Dame mit einem Bedürfnis. Blumenreich wird in schönstem Jazz davon gesungen, das sie einfach nur flachgelegt werden will, ihr das aber offensichtlich nicht so recht gelingen will. Ihre Pussy ist eben nur von Nutzen, wenn sie pinkelt.

Auch in den anderen Stücken geht es um nichts anderes als Sex und seine diversen Praktiken. Der Exhibitionist beispielsweise findet es klasse, im warmen zu stehen bei seiner Tätigkeit („flushing is fun in the warm alley sun“ – „Mr. Bumpy“) und Vater freut sich besonders über das Weihnachtsgeschenk von Mutter („just a little Christmas blowjob“ – „The Christmas Gift“) und wenn meine blauen Augen in dein braunes gucken ist das auch toll („Duet In Blue And Brown“). Alles in allem finden sich auf „Big, Banned and Blue 14 hervorragende Jazzstücke, deren Text bei erneutem Hinhören als geradezu burlesque entpuppen. Ein absolutes Muss auf dem Gabentisch.

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